Festplatte austauschen: Ausbau und Einbau

Der Ein- und Ausbau einer Festplatte ist auch für ungeübte Anwender möglich, sofern die bei Arbeiten am Computer notwendige Ruhe und ein wenig Sachverständnis vorhanden sind. Wie diese Prozedur auch Anfängern gelingt und was es dabei im Umgang mit magnetischen Festplatten zu beachten gilt, zeigen wir in diesem Ratgeber.

Welches Werkzeug wird für den Tausch der Festplatte benötigt?

In der Regel benötigt man folgende Hilfsmittel:

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  • Einen passenden Schraubendreher (meist werden Kreuzschlitzschrauben verwendet).
  • Einen Handstaubsauger oder ein feuchtes Tuch, um Staub aufzufangen.
  • Gegebenenfalls die mit der neuen Festplatte gelieferten Strom- und Datenkabel.

Weiterhin sollte man seinen eigenen Körper spätestens vor dem Ausbau der Festplatte, noch besser aber bevor die seitliche Öffnung des Gehäuses überhaupt entfernt wird, entladen. Sehr einfach geschieht dies durch die Berührung eines geerdeten Stück Metalls, wozu sich beispielsweise ein Heizkörper hervorragend eignet.

Wo befindet sich die Festplatte?

festplatten-schraubenUm die Festplatte ausbauen zu können, muss sie zunächst lokalisiert werden. Selbstverständlich muss der Computer bei den folgenden Schritten ausgeschaltet sein! Die Festplatte befindet sich in der Regel in einem kompakten Metallelement, welches auch Festplattenkäfig genannt wird.

Dort ist die Festplatte mit vier bis acht Schrauben befestigt (zwei bis vier Schrauben auf jeder Seite des Käfigs). Falls der Käfig herausgenommen werden kann, sollte man dies tun, da dies den Umgang mit der Festplatte im in der Regel engen Gehäuse des Computers deutlich erleichtert. Nicht alle Gehäuse lassen sich jedoch entnehmen.

Der Ausbau der Festplatte

festplatte-loesenSobald das Gerät von den Schrauben befreit ist, sollte nicht sofort an der Festplatte gezogen werden. Zunächst müssen die daran befindlichen Kabel ebenfalls gelöst werden. In der Regel sind dies ein vierpoliges Stromkabel (welches an roten, gelben und schwarzen Kabeln zu erkennen ist) sowie ein Datenkabel. Ältere Festplatten verfügen über breitere, meist graue Datenkabel (nach dem IDE-Standard).

In allen modernen Computern werden jedoch erheblich dünnere SATA-Kabel verwendet, welche ein wenig kompakter sind als die erwähnten Stromkabel. Sowohl Strom- als auch Datenkabel sind möglicherweise durch einen Druckmechanismus an ihren Schnittstellen platziert, so dass diese nicht einfach herauszogen werden können, ohne Druck auf die entsprechenden Stellen am Ende der Kabel auszuüben. Schon ist die Festplatte ausgebaut.

Der Einbau einer neuen Festplatte

festplatten-tauschenDa die Position der Löcher für die Schrauben der Festplatte genormt ist, sollte es kein Problem sein, die neue Festplatte in denselben Festplattenkäfig einzubauen und dafür dieselben Schrauben zu verwenden. Beachtet werden muss dabei unter anderem, dass die Schrauben wirklich fest angezogen werden. Ansonsten kommt es im Betrieb zu Vibrationen, welche an das Computergehäuse weitergeleitet werden und dann ein hörbares, störendes Brummen verursachen.

Anschließend sollte zuerst die Festplatte über ein SATA-Kabel mit einem entsprechenden Steckplatz auf dem Mainboard verbunden werden. Danach folgt die Verbindung über das Stromkabel mit dem Netzteil. Jumper, welche bei älteren IDE-Festplatten gesetzt werden müssen, entfallen durch den SATA-Standard komplett.

Hinweise zum Umgang mit Festplatten

hdd-saeubernWie immer gilt: Bei Arbeiten am oder im Computer sollte Ruhe bewahrt werden, denn scharfe Metallkanten bergen zumindest das Risiko unangenehmer Schrammen. Zudem sollte niemals Gewalt angewendet werden, falls sich ein Kabel nicht mit einem Steckplatz verbinden lässt, denn häufig liegt der Fehler in diesen Fällen einfach in einem unsachgemäßen Einbau begründet.

Wichtig: Wenn die Festplatte eingeschaltet ist, sollte sie nicht mehr bewegt werden, da (eventuell versehentliche) Erschütterungen zu permanenten Hardwareschäden an dem Gerät führen können. Sobald die Festplatte eingebaut ist, kann sie unter Windows (bzw. dem jeweiligen Betriebssystem) mit einem Dateisystem nach Wahl formatiert und anschließend genutzt werden.