Für welche Datenträger ist keine Datenrettung möglich?

Die Bilder des 11. Septembers 2001 sind allen Zeitzeugen noch im Gedächtnis. Neben den vielen Opfern wurden auch riesige Mengen an Hardware unter den Trümmern des World Trade Center begraben. Nachdem man enorme Kursmanipulationen durch Leerverkäufe festgestellt hat, die gleichzeitig mit den Anschlägen beauftragt wurden, bekamen die begrabenen Festplatten plötzlich eine enorme Wichtigkeit.

Tatsächlich ist es bei einer Vielzahl von Festplatten der zerstörten Computer gelungen, die Daten wieder auszulesen. Dies zeigt, welche enorme Leistungsfähigkeit die Datenrettungstechnologie schon vor über zehn Jahren erreicht hat. Die Entwicklung der Technologie ist auch in dieser Branche weiter gegangen.

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Datenträger und ihre Inhalte

Ein Datenträger ist ein physisches Instrument, welches dauerhaft oder temporär Daten speichern kann und zum Auslesen bereithält. Es haben sich einige Grundtypen an Datenträgern etabliert, die noch weiter entwickelt werden.

Magnetische Datenträger: Festplatten und Streamer

Festplatten sind das zentrale Speichermedium in der gesamten Informationstechnologie. Sie sind darauf ausgelegt, zuverlässig Daten aufnehmen und sofort wieder abgeben zu können. Sie arbeiten extrem schnell und haben enorme Speicherkapazitäten. Zudem werden sie fortlaufend preiswerter.

Festplatten können unter Umständen die gespeicherten Daten jahrelang bevorraten. Sie können aber auch unvermittelt und schwer rettbar kaputt gehen. Eine gewisse Unsicherheit ist beim Umgang mit Festplatten immer gegeben. Sie sollten daher für eine dauerhafte Datensicherung nicht verwendet werden.

Streamer sind Laufwerke, welche mit einem Magnetband arbeiten. Vom Grundprinzip her sind sie mit den alten Musikkassetten vergleichbar und sie sehen auch teilweise ganz ähnlich aus. Sie sind heute das Standardmedium für die dauerhafte Lagerung von Daten und werden standardmäßig für Backup-Systeme verwendet.

Mobile Datenträger: Flash-Memorys

Die Flash-Memorys, umgangssprachlich „USB-Sticks“ genannt, sind Speichermedien, welche auf elektronischem Weg die eingelesenen Daten vorhalten. Sie können ebenfalls heute beachtliche Speicherkapazitäten annehmen. Flash-Memorys sind leider extrem empfindlich und können ohne erkennbaren Grund den Dienst völlig versagen. Besonders sensibel reagieren sie auf Fehlgebrauch und können beispielsweise nach einem Speicherabbruch unrettbar defekt sein. Sie sind für ein dauerhaftes Speichern von sensiblen Daten nicht zu empfehlen.

ROM- und RAM-Disks

Die ROM-Disks stellen die Gruppe der bespielbaren CDs, DVDs oder Blu-Rays dar. Sie sind zur Speicherung von Daten für wenige Jahre brauchbar. Dazu sind sie extrem aufnahmefähig und äußerst preiswert. Je höher die Datendichte auf diesen Speichermedien ist, desto kurzlebiger sind sie. Da sie aber so preiswert sind, ist mit einer mehrfachen Abspeicherung der sensiblen Daten ein relativ sicherer Beitrag zur dauerhaften Datensicherung gewährleistet.

Rettbarkeit von Datenträgern

Durchbohrte Festplatten, verbrannte Streamer, geschredderte Disks und zerquetschte Flash-Memorys sind ein klarer Fall für die Entsorgung. Die Technologie rund um die Datenrettung hat jedoch enorme Fortschritte gemacht. Mit dem Grad der Zerstörung eines Datenträgers steigt auch der Aufwand, um die Daten wieder herzustellen. Es stellt sich bei den beschädigten Datenträgern deshalb stets die Frage, wie wichtig die gefährdeten Daten sind.

Es können zwar auch teilweise zerbrochene CDs noch wieder ausgelesen werden oder Festplatten aus Brandhäusern geborgen und reaktiviert werden. Mit dem Aufwand der Datenrettung steigen auch ihre Kosten. Anstatt einer aufwändigen Datenrettung aus beschädigten Datenträgern ist die bessere Option stets die Daten regelmäßig durch Back-ups zu sichern.