Hilft ein kostenloses Programm zur Datenrettung?

Ein blauer Bildschirm, ein USB-Stick, der nicht mehr reagiert, oder externe Festplatten, welche die Kooperation verweigern – nichts kann einen User schneller hellwach machen. Nach der ersten Schrecksekunde stellt sich die Frage, wie man weiter vorgehen sollte.

Eine kurze Recherche im Netz führt zu der für manche erstaunliche Feststellung: Es gibt offensichtlich eine große Auswahl an Freeware-Tools, um seine Daten retten zu können.

Fordern Sie jetzt Ihr Angebot zur Datenrettung an!

Ihr Speichermedium ist defekt? Wir analysieren Ihr Medium und senden Ihnen ein Angebot mit garantiertem Festpreis zur Datenwiederherstellung. zum Anfrage-Formular

Die Verhältnismäßigkeit der Mittel

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, sein Glück mit Freeware Programmen zu versuchen um seine Daten wieder herstellen zu können. Man sollte sich jedoch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen. Handelt es sich um die mühsam zusammengetragene mp3-Sammlung eines privaten Users könnte man mit Geduld und einem gewissen grundsätzlichen Sachverstand sich an dieser Lösung versuchen.

Der Vorteil bei Freeware-Lösungen ist außerdem, dass man für den Rettungsversuch die Geräte nicht außer Haus geben muss. Wichtige und sensible Daten sollten ohnehin mehrfach gesichert werden. Dennoch kann der plötzliche Ausfall eines Datenträgers ein Unternehmen in Schwierigkeiten bringen.

Zur Rettung sensibler Daten wie Patenten, Finanzunterlagen oder Verträgen ist eine Freeware-Lösung mit Sicherheit unterdimensioniert. In einem solchen Fall ist man mit einem zuverlässigen Spezialisten stets besser beraten.

Rettung alter Daten

Daten können einige Jahre auf DVDs oder CDs vorgehalten werden. Je höher die Datendichte ist, desto schneller fallen die Datenträger jedoch aus. So sind auch vollkommen kratzerfreie Scheiben nach einigen Jahren einfach nicht mehr mit normalen Mitteln lesbar. Bei diesen physischen Datenträgern ist ein Rettungsversuch über eine Freewarelösung besonders unkritisch: Ein Programm wird eine defekte CD-ROM mit Sicherheit nicht „noch kaputter“ machen. Ein Versuch ist es also auf jeden Fall wert.

Kostenlose Programme zur Datenrettung

Regel Nummer eins beim Verwenden von Freeware ist, dass nur geprüfte und empfohlene Produkte aus vertrauenswürdigen Quellen in Frage kommen. Die mit der Verwendung von Freeware einhergehenden Folgen können auch bei Datenrettungsprogrammen auftreten: Lästige Toolbars, verstellte Startseiten oder ungewollte Zusatzprogramme sind noch die harmlosen ungewollten Nebenwirkungen bei der Verwendung von Freeware.

Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass Backup- und Rettungstools sehr tief in die interne Architektur des Computers eingreifen. Dies macht diese Programme zu den idealen Vehikeln, um an allen Sicherungen vorbei unerwünschte Spione installieren zu können.

Renommierte Fachzeitschriften und bekannte Portale verfügen über gut recherchierte und redaktionell aufgearbeitete Empfehlungen. Diesen Tipps kann man durchaus vertrauen. Auf etwaige Zusatzprogramme, welche bei der Installation mitgeliefert werden, wird man in der Regel hingewiesen.

Kryptische Links von Usern aus Diskussionsforen sollte man hingegen besser ignorieren. Zusätzliche Sicherheit erhält man, wenn man für den Rettungsversuch der Datenträger einen separaten, eigens abgestellten PC verwendet.

Vorbeugung ist besser als Reparatur

So wirkungsvoll eine Datenrettung mit Freeware, gekaufter Software oder durch einen professionellen Dienstleister auch sein mag: Die beste Variante ist stets, den defekten Datenträger zu entsorgen und einen neuen Datenträger mit den Backup-Dateien wieder aufzubauen. Dies ist stets die schnellste, billigste und zuverlässigste Form der Datenrettung.

Alles, was dazu nötig ist, ist eine nachhaltige Disziplin beim Sichern der eigenen Daten. Die Hersteller bieten eine große Auswahl an zuverlässigen Lösungen. Das regelmäßige Exportieren der Daten in Clouds erhöht die Sicherung gegen Datenverlust zusätzlich.