Was bedeutet RAID-Performance?

Die Messung der Performance von Festplatten dient im Allgemeinen dazu, die Geschwindigkeit und damit letztendlich auch die Qualität der Geräte zu beurteilen. Für Festplatten, die in einem RAID-Verbund angeordnet sind, trifft dies natürlich in erhöhtem Maße zu, da RAID in den allermeisten Fällen für genau diese Performancesteigerung genutzt wird.

Wie wird die RAID-Performance beurteilt?

Ein RAID-Verbund aus Festplatten wird in der Regel in eine von drei unterschiedlichen Konfigurationen eingeteilt:

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Beim Mirroring (wie etwa bei RAID 1) werden Datensätze auf zwei (oder mehr) identischen(!) Festplatten gespiegelt, um ein gewisses Level an Redundanz zu erreichen und damit die Ausfallsicherheit zu erhöhen und/oder einen Datenverlust zu vermeiden, falls eine Festplatte ausfällt. Diese Lösung wird häufiger von Unternehmen und seltener von Privatanwendern genutzt.

Striping (wie etwa bei RAID 0) hingegen bezeichnet eine Technik, mittels welcher zwei (oder mehr) Festplatten einen bestimmten Datensatz verteilt auf alle Geräte im RAID-Verbund schreiben. Der theoretische Datendurchsatz und damit die Performance steigen in einem beispielhaften Verbund aus zwei Festplatten um 100%, praktisch jedoch sorgen verschiedene Faktoren für einen niedrigeren Anstieg der Transferleistung.

Zu guter Letzt existieren zahlreiche Systeme, welche Striping und Mirroring kombinieren und dadurch die besten Eigenschaften der beiden Techniken miteinander verbinden (das einfachste Beispiel heißt daher auch RAID 10).

Bedeutung der RAID-Performance

Die Performance eines jeden RAID-Verbundes wird nach der Einrichtung und Konfiguration mittels synthetischer Benchmarks gemessen. Diese Programme führen diverse Belastungstests durch (etwa das Schreiben von kleinen und großen Datenblöcken, das sequenzielle Lesen oder Schreiben großer Datenmengen etc.).

Das Ergebnis der Messungen wird anschließend in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ausgegeben: Je höher dieser Wert ausfällt, desto schneller können die Festplatten im Computer Daten lesen und schreiben, was sich letztendlich auch auf die Performance des gesamten Computers auswirkt.

Sind Ergebnisse der RAID-Analysen untereinander vergleichbar?

Nein, nicht hundertprozentig. Unter anderem spielen folgende Faktoren bei der Beurteilung der RAID-Performance eine wichtige Rolle:

Das Festplatteninterface

Festplatten mit ähnlichen technischen Daten können durch ihr Interface dennoch drastisch unterschiedliche Leistungswerte erzielen. Es sollten also nur Geräte mit demselben Interface (also IDE und seine diversen Standards sowie SATA I, II und III) miteinander verglichen werden.

Der Aufbau des Systems

Auch das Mainboard, die verwendeten Kabel, die CPU, eventuell genutzte RAID-Controller über PCI-Express sowie nicht zuletzt die Software in Form des Betriebssystems und im Hintergrund laufende Prozesse können den Verbund sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Es ist daher sehr wichtig, bei einem Vergleich der Performance von Festplatten auf möglichst exakt dasselbe System zu setzen. Im Idealfall werden die unterschiedlichen Festplatten nur ein- und ausgebaut und anschließend miteinander verglichen. Nur so ist eine sinnvolle Gegenüberstellung möglich.

Wozu dient eine Erhöhung der Performance durch RAID?

Durchschnittliche Privatanwender, welche ihre Zeit mit Facebook, E-Mails & Co. verbringen, werden durch die Konfiguration eines RAID-0-Systems im eigenen Haushalt keinen großen Unterschied bei der Nutzung des Computers feststellen. Entworfen wurde diese Technik für die Enthusiasten unter den Anwendern, welche auf eine maximale Performance Wert legen – sei es für die Arbeit oder auch die Unterhaltung. Zu beachten ist außerdem, dass RAID-Systeme auch heute noch relativ kompliziert aufgebaut sind, so dass Laien gut damit beraten sind, fachkundige Personen mit der Einrichtung der Festplattenverbunde zu beauftragen.