Was ist bei der RAID Datenrettung zu beachten?

RAID bedeutet „Redundant Array of inexpensive Disks“ was sich gut mit „Mehrfacher Verbund günstiger Festplatten“ übersetzen lässt. Bei Betrieben mit niedrigem bis mittlerem Datenverkehr sind RAID Systeme eine Standardmaßnahme für die fortlaufende der Datensicherung.

Wie funktioniert ein RAID System?

Ein RAID System besteht aus mehreren parallel geschalteten Festplatten. Die ankommenden Daten werden ständig gleichzeitig auf allen Datenträgern gespeichert. Gleichzeitig synchronisieren die Datenträger sich gegenseitig permanent. Die parallele und gleichzeitige Speicherung minimiert das Risiko eines Datenverlustes.

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Eine echte Datensicherung stellt das RAID Verfahren jedoch nicht dar. Die Daten bleiben elektronisch auf dynamischen Datenträgern gespeichert und geben nur den jeweiligen IST Zustand wieder. Sie sind eine Lösung für die Sicherstellung des laufenden Datenverkehrs. Für eine dauerhafte Datensicherung sind sie nicht geeignet.

Wie ist ein RAID System aufgebaut?

RAID Systeme bestehen aus mindestens zwei Festplatten. Der Handel bietet Komplettsysteme an, man kann sich RAID Anlagen ebenso selbst mit internen oder externen Festplatten selbst zusammenstellen.

Dazu ein Tipp: Man minimiert das Risiko eines kompletten Systemausfalls nochmals dadurch, indem man Festplatten von verschiedenen Herstellern verwendet. Konstruktive Schwachstellen oder Produktionsfehler lassen mit diesem Ansatz jeweils nur einen Datenträger ausfallen. Verwendet man identische Festplatten, ist der gleichzeitige Ausfall aller Datenträger wahrscheinlicher.

Wie können RAID-Systeme ausfallen?

Für den Ausfall eines RAID-Systems gibt es viele Ursachen. Meistens ist eine Überspannung oder ein Wärmestau für den Defekt eines Laufwerks verantwortlich. Ebenso sind externe Faktoren wie eindringende Flüssigkeiten, mechanische Stöße oder Schläge oder unsachgemäßer Umgang mit diesen Komponenten für deren Ausfall möglich.

Wie alle elektronischen Komponenten auch, haben RAID-Systeme nur eine begrenzte Lebensdauer. Ist die Garantiezeit des Herstellers abgelaufen, wird der weitere Betrieb des Systems zum Risiko. Selbst gebaute RAID-Systeme haben dabei den Vorteil, dass die einzelnen Festplatten sukzessive ausgetauscht werden können.

Die RAID Datenrettung

Die Rettungsmaßnahmen eines havarierten RAID-Systems sind abhängig von der Sensibilität der gespeicherten Daten. Von der Idee her sind RAID Systeme darauf ausgelegt, wieder in die einzelnen Datenträger zerlegt werden zu können, bzw. die einzelnen Datenträger auch einzeln ansteuerbar zu machen. Es gilt also, einen noch funktionierenden Datenträger zu identifizieren und die dort gespeicherten Daten auszulesen. Diese werden gesichert und in ein neues, bzw. repariertes RAID System wieder eingespielt.

Dieses Verfahren ist jedoch nur mit weniger sensiblen Daten zu empfehlen. Handelt es sich um wichtige Daten, sollte das defekte RAID-System einem erfahrenen und zuverlässigen Dienstleister überlassen werden. Diese verfügt über die idealen Bedingungen und Arbeitsmittel, um die Datenrettung so erfolgreich wie möglich durchführen zu können.

Dazu gehören beispielsweise die Verwendung von Reinsträumen, Spezialinstrumenten und besonderem technischen Sachverstand. Dazu gehört beispielsweise auch, dass die Daten sektorenweise ausgelesen werden. Damit lassen sich unter Umständen aus mehreren defekten Festplatten die ursprünglich vorhandenen Daten größtmöglich wieder herstellen.

RAID Datenwiederherstellung möglich

RAID-Systeme haben sich als Lösungen für die fortlaufende Betriebssicherheit von Informationssystemen etabliert. Sie eignen sich gut dazu, das Tagesgeschäft vor Ausfällen abzusichern. Hochwertige RAID-Systeme informieren ihren User im Falle eines Ausfalles eines einzelnen Datenträgers frühzeitig. Der sukzessive Austausch abgelaufener oder ausgefallener Datenträger lässt ein RAID-System als Ganzes beliebig lange in Gebrauch halten. Für eine dauerhafte Datensicherung sollten andere Lösungen herangezogen werden.