Was passiert bei der Datenrettung?

Wie abhängig man vom Funktionieren der Datenträger ist merkt man schnell, wenn sie ihren Dienst verweigern. USB-Sticks mit Fehlermeldungen, ein langsamer Zugriff auf eine Festplatte oder gestörte Ausleseprozesse von CDs können einen schleichenden Zusammenbruch eines Datenträgers ankündigen. Bei tagesaktuellen Daten ist häufig noch kein endgültiges Backup verfügbar. Dann heißt es: Handeln statt warten.

Zuständige Personen verständigen

Als normaler User in einem Unternehmen sollte man keine eigenen Rettungsversuche unternehmen. Verfügt das Unternehmen über eine eigene IT, ist deren Benachrichtigung der einzig gangbare Weg. Zumindest sollte ein Unternehmen aber einen zuverlässigen und kompetenten Kooperationspartner für Datenrettungen haben. Ob intern oder extern, die Prüfung eines verdächtigen Datenträgers läuft stets nach ähnlichen Schemata ab.

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Erster Schritt der Datenrettung: Analyse

Die Beschreibung der Symptome hilft dem Systemverantwortlichen dabei, einen ersten Verdacht zu bilden. Die grundsätzliche Frage, die es zu klären gilt, lautet: Handelt es sich um einen Hardwarefehler oder um ein Softwareproblem? Für den normalen User ist dies schwer auseinander zu halten. Manche Schadprogramme äußern sich wie Hardwarefehler, einschließlich blauem Bildschirm oder Pixelfehlern auf dem Display.

Zweiter Schritt: Remotezugriff

Zur Behebung von Softwarefehlern und Entfernung von Schadprogrammen startet der Administrator den betroffenen PC per Remote. Das bedeutet, dass nicht das auf der Festplatte befindliche Betriebssystem den Rechner steuert, sondern ein extern angeschlossenes Laufwerk diese Aufgabe übernimmt. Das kann ein separater PC sein oder ein schreibgeschütztes externes Laufwerk.

Dieses hat stets die aktuellen Diagnose- und Reparaturtools onboard, so dass Softwareprobleme meist schnell und sicher behoben werden können. Ist das Dateisystem nicht mehr zu retten, wird ein sogenanntes „Spiegellaufwerk“ angelegt. Dieses liest sämtliche verfügbare Daten aus einem havarierten Dateisystem heraus. Danach wird der Datenträger formatiert und kann neu bespielt werden. Dies stellt die Maximallösung bei PC-Problemen dar, die auf Softwarefehler zurückzuführen sind.

Dritter Schritt: Datenträger entnehmen

Sind die Fehler des Laufwerkes jedoch einwandfrei auf einen Hardwarefehler zurückzuführen, muss der PC geöffnet werden. Mit etwas Glück ist auch jetzt noch eine schnelle Reparatur möglich. Häufig sind gelöste Verbindungskabel die Ursache für den fehlerhaften Betrieb des Systems. Auch kann eine gründliche Reinigung mit Druckluft und speziellen Sprays den PC wieder vollständig betriebsbereit machen.

Dieses Problem tritt bei Notebooks besonders häufig auf: Der Lüfter saugt zum Kühlen des Prozessors Außenluft an. Diese wird zwar gefiltert aber Feinstpartikel können dennoch ins Innere des Rechners gelangen. Außerdem setzt sich der Filter allmählich zu, so dass die notwendige Luftzirkulation nicht mehr gewährleistet wird. Droht nun bei Betrieb des Rechners eine Überhitzung, schaltet das Gerät zunächst in ein Notprogramm und anschließend ganz ab. Was als dramatische Fehlfunktion auftritt kann mit etwas Sachverstand binnen Minuten wieder behoben werden.

Sind aber tatsächlich die Datenträger mit einem massiven Defekt behaftet, können mit einem weiteren Zerlegen die Daten wieder lesbar gemacht werden. Eine Festplatte ist ein komplexes feinmechanisches Gerät, welches mit den entsprechenden Werkzeugen und Sachverstand zerlegt werden kann.

Der eigentliche Datenträger ist nur eine Komponente des Laufwerks, welche unter Umständen noch unbeschädigt in einer defekten Steuerung eingebaut ist. Diesen Datenträger in ein funktionierendes Gerät übertragen machen die Daten wieder auslesbar. Zeigt auch dieses Verfahren keine Wirkung, stehen den professionellen Dienstleistern noch einige andere Optionen offen.