Was versteht man unter Datenrettung?

Der Begriff „Datenrettung“ (bzw. „Datenwiderherstellung“) leitet sich von den englischen Termini „data restore“ sowie „data recovery“ ab und bezeichnet im engeren Wortsinn die Wiederherstellung von Originaldaten nach dem Verlust selbiger auf einem Datenträger. Im weiteren Wortsinn fallen unter den Begriff das Erkennen fehlerhaft übertragener Einheiten von Daten sowie das Wiederherstellen selbiger.

Aus welchen Ursachen kann ein Datenverlust resultieren?

Im Allgemeinen weisen Datenträger, die im Bereich der Kommunikations- und Informationstechnik eingesetzt werden, aufgrund ihrer chemischen oder physikalischen Eigenschaften und differierend von Medium zu Medium eine unterschiedliche Lebensdauer auf. Diese Spanne kann sehr kurz sein, aber auch mehrere Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte betragen. Bedingt durch äußere Einflüsse – hierzu zählen beispielsweise Sonnenlicht bei optischen Datenträgern, mechanische Beschädigungen oder aber starke elektromagnetische Felder – können die Daten auf einem Datenträger modifiziert oder sogar zerstört werden.

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Ursächlich für unbrauchbare Daten kann allerdings auch das falsche Verhalten der Datennutzer sein, und zwar beispielsweise durch versehentliches Überschreiben einer Datei oder unbeabsichtigte Veränderungen an selbiger.

Des Weiteren können Daten durch die Installation eines neuen Programms oder Betriebssystems inkonsistent werden. Dies passiert vor allem dann, wenn die neu installierte Version nicht rückwärtskompatibel in Bezug auf die eingesetzten Programme sowie die zu verarbeitenden Daten ist.

Datensicherung: Welche Maßnahmen gibt es?

Aufgrund eines möglichen Verlustes, einer eventuellen Fehlmanipulation sowie Veränderung von Daten werden zeitnah zu Präventionszwecken bestimmte Vorkehrungen beispielsweise in Form von Sicherungskopien getroffen. Durch selbige ist eine Datenwiederherstellung meist schneller möglich.

Problematisch ist, dass auch beim Erstellen von Sicherungskopien Fehler auftreten können, die durch das Abgleichen mit den Originaldaten entdeckt und bestenfalls beseitigt werden können. Derartige Maßnahmen zur Datensicherung existieren auf unterschiedlichen Ebenen, wobei es gilt, das jeweils adäquate Verfahren für die jeweilige Ebene zu evaluieren. Betroffen können sein: Byte, Feld, Datensatz, Datei und Transaktionsebene, Datenbank, Anwendungs- und Systemebene sowie der Rechnerverbund.

Je nach getroffener Sicherheitsmaßnahme variieren auch die Datenwiederherstellungsverfahren. Im schlechtesten Fall wie beispielsweise bei einem entstandenen Elementarschaden sind sowohl die Originaldaten als auch die Sicherungskopie und die Transaktionslogs teilweise oder ganz zerstört und es wurden keine weitergehenden Sicherungsmaßnahmen getroffen.

Ist dies der Fall, besteht als Notmaßnahme zur Datenrettung lediglich die Möglichkeit, ein nur teilweise beschädigtes oder verändertes Speichermedium hinsichtlich der relevanten und wichtigsten Datenfragmente bestmöglich wiederherzustellen.

Die Grundlagen der Datenrettung

In der Regel ist eine Datenrettung dann nötig, wenn Daten durch Anwendungsfehler des Benutzers, bedingt durch ein defektes Speichermedium oder Malware, beschädigt wurden oder verloren gegangen sind. Oft kann eine Datenrettung mit der Hilfe von weiteren technischen Maßnahmen erfolgen, teilweise gehen Daten aber auch unwiederbringlich verloren.

Sowohl mit Systemen zur Selbstüberwachung sowie durch die Verwendung von Antivirenprogrammen kann einem Datenverlust durch die verschiedenen Schadprogramme vorgebeugt bzw. dieser reduziert werden.

Darüber hinaus helfen diverse Softwarelösungen bei einem tatsächlichen Datenverlust die Daten widerherzustellen – denn oftmals sind sie noch „unsichtbar“ vorhanden. Ist dies nicht möglich, ist es ratsam einen speziellen Dienstleister für die Datenrettung zu konsultieren, denn diese sind in der Lage auch in problematischen Fällen die Rekonstruktion von Daten durchzuführen.