Welche Datenträger eignen sich für eine Datenrettung?

Die Speicherung von Daten geschieht durch ihre Übersetzung von Informationen in den Binärcode. Im Grunde besteht jede Datei deshalb aus einer langen Reihe von Einsen und Nullen. Mit dieser geringen Zeichenvielfalt erlauben sie eine extrem dichte Packung der Informationen auf kleinstem Raum.

Magnetisch, optisch, dauerhaft oder temporär

Man unterscheidet bei handelsüblichen Datenträgern primär zwischen magnetischen und optischen Systemen.

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Magnetische Datenträger findet man beispielsweise auf Festplatten und auf Bandlaufwerken. Diese eisenbeschichteten Träger haben definierte Sektoren. Diese werden mit einem magnetischen Spin belegt. Das bedeutet, dass sie entweder positiv oder negativ gepolt werden. Ein Lesekopf stellt die Polung in den einzelnen Sektoren fest und gibt diese Information an den Mikroprozessor zur Interpretation weiter. Magnetische Datenträger sind grundsätzlich wiederbeschreibbar. Man kann sie zwar gegen einen Schreibzugriff sichern, dies ist für das grundsätzliche Lese/Schreib-Prinzip dieser Systeme unerheblich. Flash-Speicher arbeiten annähernd vergleichbar.

Dem gegenüber stehen die optischen Datenträger. Gepresste oder gebrannte CDs haben physische Vertiefungen in einem Trägermaterial. Die wiederbeschreibbaren CDs stellen eine Mischform dar, haben sich aber nie so richtig durchgesetzt. Eine CD, DVD oder Blu-Ray ist nach dem Pressen oder Brennen nur noch auslesbar. Das ROM von CD-ROM bedeutet deshalb auch „Read -Only Memory“, was „Nur Lesen, nicht Schreiben“ bedeutet.

Komponenten eines Trägersystems

Der eigentliche Datenträger stellt bei Flash-Disks und Festplatten nur einen Teil des ganzen Moduls dar. Ein Defekt kann jedoch an jeder Komponente des Gerätes auftreten. Gerade die Festplatten sind hochkomplexe Gebilde mit Verkabelungen, Motoren, Steuermechaniken, Lese/Schreibarmen und einer sehr aufwändigen Elektronik.

Eine ausgefallene Festplatte bedeutet deshalb nicht unbedingt, dass tatsächlich auch der innere Datenträger defekt ist. Ebenso verhält es sich mit den Flash-Drives. Hier können ebenfalls das Gehäuse, der Stecker oder die intern verbaute Platine defekt sein. Selbst bei Speicherkarten kann ein Defekt auf verschmutzte Kontakte zurückzuführen sein.

Bei den CDs sind Laufwerk und Datenträger trennbar ausgelegt. Ein gescheiterter Leseversuch von einer CD kann deshalb ebenfalls sowohl am Datenträger als auch am Gerät liegen.

Rettbarkeit von Datenträgern

Der Hauptfeind von Datenträgern sind äußere Einflüsse. Wärme, Kälte, Schmutz, eindringende Flüssigkeiten, Stürze, elektrostatische Entladungen, Überspannungen – die Liste möglicher Gefahren für Festplatte, CD und Flash-Drive ist lang. Hinzu kommen noch Bedienfehler und laienhafte Reparaturversuche, welche den vorgeschädigten Geräten häufig den „Rest geben“.

Dennoch: Es gibt keine logische Beschränkung in der Rettbarkeit von Datenträgern. Keiner der vorgestellten Datenträger schließt konstruktiv eine Wiederherstellung der gespeicherten Daten aus. Die Rettung der gespeicherten Informationen hängt alleine vom Zerstörungsgrad des Datenträgers ab.

Hier hat die moderne Technologie aber einiges zu bieten: Selbst scheinbar verbrannte Festplatten, durchgebrochene CDs oder Flash-Drives, welche in einem Glas Orangensaft gelandet sind, können mit etwas Glück noch einmal ausgelesen werden. Bei unsensiblen Daten im privaten Gebrauch kann dies sogar Spaß machen und die Tüftlerlaune wecken. Schadensfälle aus Unternehmen sind jedoch ausschließlich Profis zu überlassen.

Erfahrung und Equipment bei der Datenrettung

Für die Rettung stark beschädigter Datenträger sind Erfahrung und Equipment notwendig. Neben Reinigungsmaschinen, Reinsträumen, NE-Werkzeug und Spezialmaschinen zum Auslesen der Daten, sind eine entsprechende Ausbildung, eine ruhige Hand und eine hohe Erfahrung notwendig.

Je nach Beschädigungsgrad der Datenträger sind andere und aufwändigere Verfahren notwendig. Dies macht die Datenrettung stets zu einer teuren Angelegenheit. Der Notwendigkeit einer aufwändigen Datenrettung sollte deshalb stets ein zuverlässiges Backup vorausgehen.