Vorteile von Storage Systemen

Wie jeder weiß, können Daten auf einzelnen Festplatten gespeichert werden. Der Nachteil daran ist, dass diese Art der Datenspeicherung äußerst unsicher und auch, ab einer gewissen Menge an regelmäßig anfallenden Daten, nicht besonders schnell ist. Verschiedene Storage-Systeme bieten daher mitunter große Vorteile bei der Bewältigung dieses Datenvolumens sowohl im Bereich Geschwindigkeit als auch bei der Datensicherheit.

Die Vorteile diverser Storage-Systeme

Es ist in Unternehmen inzwischen üblich, auf die sogenannten DAS- oder NAS-Systeme zu setzen, falls kein gewöhnlicher Fileserver für den Transfer von Daten genutzt wird. Diese werden wahlweise direkt an einen Server angebunden (Direct Attached Storage), um von dort aus Zugriff auf die Festplatten im Storage-System zu gewähren, oder durch Netzwerktechnik (Network Attached Storage), wobei auch hier inzwischen WLAN auf dem Vormarsch ist. Allerdings wird meist weiterhin auf das altbekannte RJ45-Kabel gesetzt, da die mitunter schwankenden Signalstärken von WLAN im professionellen Einsatz nicht akzeptabel sind.

Wovon profitieren aber Nutzer dieser Storage-Systeme? Zum einen können Daten durch die Nutzung eines Storage-Systems wesentlich flexibler unter den Mitarbeitern eines Unternehmens verteilt werden. Wenn das gesamte Personal einer bestimmten Abteilung etwa auf denselben Storage-Server für die Speicherung der Daten zugreift, bekommt jeder Mitarbeiter gleichmäßig Zugang zu allen relevanten Dateien. Die Zeiten von „Kannst du mir bitte Datei X schicken?“ oder das langwierige Durchsuchen von anderen Computern im Netzwerk gehören damit der Vergangenheit an.

Auch das Rechtemanagement wird erleichtert, da bestimmten Benutzern spezifische Zugriffsrechte eingeräumt werden können. Fast jedes moderne DAS- oder NAS-System beherrscht diese hilfreiche Verwaltung. Der Zugriff auf die Systeme gestaltet sich indessen für jeden Mitarbeiter auf dieselbe Weise wie der Zugang zu einer normalen Festplatte. Es müssen keine schwer verständlichen Zusatzprogramme oder andere Applikationen installiert werden, um vom erhöhten Speicherplatz zu profitieren.

Technische Vorteile von Storage-Systemen

Neben den positiven Nebeneffekten, die diese Storage-Systeme für die Nutzer haben, ist auch die Technik dahinter der einfachen Speicherung auf normalen Festplatten deutlich überlegen. Normalerweise kommen in allen Storage-Systemen, also auch klassischen Fileservern, RAID-Verbunde zum Einsatz, die den Datendurchsatz oder die Datensicherheit – sehr häufig auch beides auf einmal – enorm steigern können. Somit bietet solch ein Verbund nicht nur ein durch die schiere Masse der Festplatten extremen Speicherplatz, sondern auch noch schnellere Transferleistungen und eine durch redundant ausgelegte Systeme erhöhte Ausfallsicherheit. In so gut wie allen anderen technischen Bereichen wird Redundanz so gut es nur geht vermieden – bei RAID-Systemen ist sie gewollt, um Festplattenausfälle kompensieren zu können.

Storage-Systeme sind somit stets die bessere Option gegenüber der einfachen Datenspeicherung. Ein weiterer Vorteil ist die breite Verfügbarkeit, denn es existieren sowohl Storage-Systeme für kleine Start-ups, die gerade so ihre Existenzgründung finanzieren können, als auch Exemplare für große Konzerne. Diese Flexibilität drückt auch die Kosten, denn so muss jedes Unternehmen nur diejenigen Systeme anschaffen, die auch wirklich benötigt werden. Ein „Zwang“ zu einem großen und unbezahlbaren System besteht niemals.

Die schnellsten Storage-Systeme im Überblick

Diese „großen“ Storage-Systeme existieren meist in der Form von sogenannten Storage Area Networks. Diese als SANs abgekürzten Systeme stellen enorme Speicherplatzmengen über ein betriebsinternes Netzwerk zur Verfügung, die meist per Hochgeschwindigkeitsschnittstellen wie Fibre Channel an das Netzwerk angeschlossen sind. Datenraten von über einem Gigabyte pro Sekunde sind eher die Regel als die Ausnahme.

Es werden außerdem so gut wie immer diverse RAID-Arrays eingesetzt, die häufig auf RAID 5 basieren und mit RAID 0 oder RAID 1 zu RAID 50 beziehungsweise RAID 51 gekoppelt werden. So ist sichergestellt, dass Daten so gut wie immer mit maximaler Geschwindigkeit an weitere Server im Unternehmen und von dort aus auf die Computer der Mitarbeiter verteilt werden können. Immense Kosten für ein solches System stehen als Nachteil fest, doch in entsprechend finanzstarken Unternehmen werden sich diese Ausgaben durchaus bezahlt machen.